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Ferrari 246 GT Dino

Der Ferrari Dino 246 GT zählt zu den elegantesten Sportwagen der frühen 1970er-Jahre. Mit seiner geschmeidigen Pininfarina-Linie, dem V6-Mittelmotor und seinem bemerkenswert leichten Fahrgefühl wurde er zum Inbegriff italienischer Ingenieurskunst. Unser 1971er Coupé präsentiert sich nach einer umfassenden, zweijährigen Restaurierung in einem exzellenten, nahezu neuwertigen Zustand. Der Wagen wurde mit grossem Respekt vor der Originalsubstanz, aber mit handwerklicher Perfektion überarbeitet – bewusst veredelt, nicht museal konserviert.

Die Idee "Dino"

Die Dino-Baureihe, benannt nach Alfredino Ferrari, diente ursprünglich der Homologation eines kompakten V6-Motors für den Rennsport. Gleichzeitig positionierte Ferrari den 246 GT bewusst unterhalb der grossen V12-Modelle: leichter, zugänglicher, fahraktiver. Technisch war der Dino ein Kooperationsprojekt: Der 2,4-Liter-V6 wurde in Zusammenarbeit mit Fiat entwickelt und dort in Serie produziert, um die nötigen Stückzahlen zu erreichen – einige Komponenten, darunter Scheinwerfer und Schalter, stammen ebenfalls aus dem Fiat-Teilesortiment. Dieses Zusammenspiel aus Rennsporttechnik und industrieller Präzision machte den Dino zu einem Meilenstein zwischen Ingenieurskunst und Alltagstauglichkeit.

Unser Exemplar

Dieser Dino 246 GT wurde am 1. Februar 1971 erstmals zugelassen und trägt Schweizer Veteranenstatus. Ursprünglich in Rot ausgeliefert, wurde er im Rahmen der Restaurierung in der Originalfarbe „Dino Blau“ neu lackiert – ein Ton, der die Linienführung besonders betont. Das Interieur wurde vollständig neu beledert: beige Sitze mit blauen Einsätzen im Daytona-Muster. Die gesamte Fahrzeughistorie ist lückenlos dokumentiert und reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Zum Fahrzeug gehören zudem originale Handbücher und Borddokumente in einem separaten Leder-Folio – identisch mit jenen, die diesem Modelltyp ursprünglich beigelegt wurden.

Restaurierung und Technik

Der Wagen wurde bei Kessel Classic in Lugano sowie zuvor in Slowenien mit grossem finanziellem Aufwand vollständig überarbeitet. Die Arbeiten umfassten Motor, Getriebe, Fahrwerk, Bremsanlage und Interieur, die allesamt neu aufgebaut oder ersetzt wurden. Die Karosserie wurde komplett entlackt und in Originaltönen neu aufgebaut. Der Mittelmotor-V6 mit drei Weber-Fallstromvergasern leistet heute rund 250 PS – etwas mehr als die originalen 195 PS – und sorgt für ein spontanes, präzises Ansprechverhalten. Diese technische und ästhetische Präzision hebt den Wagen über den damaligen Auslieferungsstandard hinaus, ohne seine Authentizität zu beeinträchtigen.

Form, Haptik, Erlebnis

Die fliessenden Formen, die sanft gewölbten Kotflügel und das gläserne Heck verleihen dem Dino eine zeitlose Eleganz. Der Innenraum vereint Präzision und Atmosphäre: Die Instrumentierung ist klar gegliedert, das typische Ferrari-Schaltgitter wirkt wie ein Schmuckstück, und die neuen Sitze bieten mehr Komfort als das Original – handwerklich auf höchstem Niveau ausgeführt. Das Resultat ist ein Fahrerlebnis, das die Leichtigkeit der 1970er mit der Präzision heutiger Restaurierung verbindet.

Fazit – Ikone in Perfektion

Der Ferrari Dino 246 GT verkörpert die Synthese aus Designkultur, Rennsport-DNA und technischer Raffinesse. Dieses Exemplar besticht durch vollständige Historie, Schweizer Veteraneneintrag und eine kompromisslose, periodenkorrekte Restaurierung, die dem Auto einen nahezu neuwertigen Auftritt verleiht. Er ist kein Patina-Objekt, sondern ein sorgfältig veredelter Klassiker, der die Idee des Dino neu interpretiert – italienische Eleganz in präzisester Form.

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